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Gruppe: HAJK und Schule

 


Mögliche Formen der Kooperation zwischen dem HAJK e.V. und den
Fachschulen für Sozialpädagogik und Sonderpädagogik an den
Beruflichen Schulen des Kreises Schleswig - Flensburg

I. Erprobte Möglichkeiten im Bereich der Freizeitpädagogik

Die Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher bzw. zur Erzieherin umfasst im Bundesland Schleswig-Holstein drei Ausbildungsjahre mit integrierten Praktika. In diesem Zeitraum bieten sich unterschiedliche offizielle Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit außenstehenden Institutionen an, zum Beispiel in Form von Gesprächsrunden in der Schule mit entsprechenden Referenten aus der Praxis, Praxisbesuche in Einrichtungen der Jugendhilfe, Seminare oder andere denkbare Formen von Veranstaltungen.

Drei hier relevante und in der Praxis erprobte Bereiche werden genannt, wobei auf die ersten zwei Formen - bezogen auf zwei Unterrichtsfächer - näher eingegangen wird, weitere Ansätze in anderen Unterrichtsfächern sind denkbar. Positive Erfahrungen mit Klassen- bzw. Studienfahrten (s.u.: 3. Möglichkeit) liegen ebenfalls vor.

1. Möglichkeit: Der Wahlpflichtbereich (Arbeitsgemeinschaften)

2. Möglichkeit: Sozialpädagogische Theorie und Praxis (S0TP)

3. Möglichkeit: Klassen- bzw. Studienfahrten

Alle drei Formen unterliegen schulinternen Absprachen und beziehen sich in der Ausgestaltung lediglich auf die Fachschulen für Sozial- und Sonderpädagogik in Schleswig. Die anderen Fachschulen für Sozialpädagogik (z.B.: Kiel oder Lübeck) verfügen über eigene Regelwerke.

II. Zum Wahlpflichtbereich

Nach der offiziellen Stundentafel für die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern in Schleswig - Holstein ist der "Wahlpflichtbereich" (AG) einmal wöchentlich vorgesehen. In der Angebotsvielfalt, in den Inhalten und Methoden und in den entsprechenden Bedeutungs-zusammenhängen unterscheiden sich die einzelnen Fachschulen entsprechend ihrer vorhandenen Zielvorstellungen, Möglichkeiten und Ressourcen. Grundsätzlich haben die einzelnen Schulen, bedingt durch diverse unterschiedliche Faktoren für die Ausgestaltung ihres Wahlpflichtbereiches, einen sehr begrenzten Spielraum.

Außer der AG "Religionspädagogik" ist die Freizeitpädagogik ein konstantes Angebot neben einer Reihe anderer variierender AG Themen. Die Wahlmöglichkeiten sind für die Schüler/ -innen sehr begrenzt.
Die AG "Freizeitpädagogik" existiert in Schleswig seit 1974 (Zur Kontinuität dieser AG siehe: Nahrstedt, W.: Freizeitpädagogik in der nachindustriellen Gesellschaft (Neuwied, 1974) Bd.1, S.174ff.). Während sich in den 70-ger und 80-ger Jahren (H. Georgs/ R. Hambücher/ P. Ortmann) in der AG schwerpunktmäßig der Jugendzentrumsbewegung unter sozialpädagogischen Aspekten gewidmet wurde, steht seit acht Jahren - nach einer Reihe anderer gewählter Themen wie zum Beispiel die Betreuung eines Spielmobils der AWO (Kreisverband Rendsburg - Eckernförde), das Zeltlager, der Jugendtourismus, die Freizeitgestaltung im Altersheim oder die Bedeutung der Abenteuerspielplätze - die "Erlebnispädagogik" im Mittelpunkt des Programms.

In der ersten Arbeitsphase der AG stehen die Teilnehmer/-innen (TN) selbst im Mittelpunkt des Geschehens. Kleingruppen analysieren, planen und gestalten untereinander "Ungewöhnliches" (siehe dazu: "Aktion Ungewöhnlich") und fordern sich damit gegenseitig heraus. Höhepunkt ist anschließend ein gemeinsamer "ungewöhnlicher" Abschluss dieses Programmabschnitts. Variationen in der Planung sind denkbar und können wie im Jahre 2000 bei 40 TN notwendig sein. Die Großgruppe teilte sich in themenorientierte Kleingruppen zum vorgegebenen Generaltthema "Natur und Kultur" (siehe dazu: Beispiel II "Spurensicherung in Friedrichstadt" in: HAJK POST 6/ 2001).

Dieser Zeitspanne schließt sich die wesentliche Arbeitsphase an, in der für eine Gruppe außerhalb der AG eine Veranstaltung vorbereitet wird. Im Plenum oder in Kleingruppenarbeit - auch nach Absprache außerhalb der regulären Schulzeit - werden dann mosaikartig Fakten unterschiedlichster Art für dieses größere Vorhaben zusammen-getragen. Das Ausmaß der Veranstaltung ist von der Zusammensetzung des Mitgliederkreises der AG abhängig und muss in dem Grad der Anforderungen mit den TN genau abgestimmt sein. Mögliche Formen dazu geben die anderen aufgeführten Beispiele, der Orientierungslauf oder ein Hajk (Siehe dazu die Beispiel III und IV in: HAJK POST 6/
2001, S.25 ff.), ein Landschaftsspiel für alle Schüler/-innen der Fachschule, ein Stadtspiel für die Kinder einer Kleinstadt und ähnliche Veranstaltungen.

Der bedeutsame Ernstcharakter dieser AG - Veranstaltungen entsteht durch das Engagement für schulfremde Gruppen, Institutionen oder auf anderen kontrollierten "Bühnen" in der Öffentlichkeit. Das erfordert von den Teilnehmer/-innen nicht nur ein hohes Maß an Verbindlichkeit und Verantwortlichkeit, Umsicht, Phantasie und Einfühlungsvermögen, sondern auch - den ganzen Einsatz jedes Mitgliedes einer derartigen Planungsgruppe für einen überschaubaren, begrenzten Zeitabschnitt.

Weitere Ausdifferenzierungen in exemplarischen Arbeitsschwerpunkten ergänzen das Ausbildungsprogramm und sind praktisch oft nur umsetzbar bzw. durchführbar, wenn schulinterne Aspekte nicht begrenzen und außerschulische Instanzen bereit sind, diese